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Erkennen

Erkennen / Wundbeurteilung

Erkennen / Wundbeurteilung

Um überhaupt einen Ansatz zu haben, ist es in erster Linie einmal wichtig, die Wunde richtig zu erkennen und danach zu therapieren. Wir sprechen hier von der Wundbeurteilung. Die Wundbeurteilung ist Vorraussetzung zur Einschätzung des Heilungsverlaufes und zur Planung therapeutischer Maßnahmen.


Beurteilung einer Wunde

Zu der Wundbeurteilung sollten alle Sinne genutzt werden. Hierzu gehören vor allem das Auge als Sinnesorgan, der Tastbefund und der Geruch einer Wunde. Sehen wir eine Wunde, wird zuerst die Wundabdeckung und der Deckverband begutachtet. Dann kann man die Entscheidung treffen, ob das Verbandsintervall korrekt ist. Zudem wird die abgesonderte Flüssigkeitsmenge der Wunde abgeschätzt. Durch Einstufung der Wundheilungsphase, erkennen der Gewebestrukturen und der Gewebevitalität wird das Bild der Wunde deutlicher. Eine Begutachtung der Wundumgebung und der Hautverhältnisse, das Erkennen von Infektzeichen und lokalisationsbedingten Besonderheiten plus eine gesamte Erfassung der Wundursache, dazu mit dem Aspekt der eingehenden Anamnese + Patienteninformation runden die gute Wundbeurteilung ab. Es gibt viele Systeme nach dem eine Wunde eingeschätzt werden kann.


Exsudation der Wunde :
Wir können die Menge der Flüssigkeit von der Wunde nur abschätzen.
Dennoch gibt es eine Einteilung : Von keine über wenig/mäßige geht es zu mittel dann zu viel. Wichtig hier ist der Charakter, also ob es dünnflüssig , zähflüssig oder schleimig ist.


Die Farbe der Sekretion :
Ist diese klar (man spricht hier von serös), trübe/ milchig, blutig oder sogar eitrig- gelblich, bräunlich /blutig – serös oder doch grünlich ?


Der Geruch :
Ist er vorhanden ? Es kann süßlich , stinkend und stark übelriechend sein.


Infektion der Wundumgebung :
Ist eine Infektion der Wunde sichtbar ? Es sind 4 Zeichen an das man diese erkennt. Das wären Rötung, Schmerz, Schwellung und die Überwärmung.


Subjektive Symptomatik :
Dazu zählt vorwiegend der Schmerz. Die Schmerzintensivität, -dauer und -art (stechend, pochend, ziehend, klopfend) kann man auf einer Schmerzskala eingruppieren. Es gibt viele Arten von Schmerzskalen. Manche nehmen die Smiley zu Hilfe (bei Kindern sehr beliebt), andere behelfen sich mit der 1-10 Skala. Dabei bedeutet 1 fast gar kein Schmerz und 10 die stärksten, die nicht mehr auszuhalten sind.

Hinzu kommt der Juckreiz. Auszuschließen ist hier eine Allergie. Patienten empfinden den Juckreiz meist als sehr unangenehm. Außerdem wird durch Kratzen der juckenden Stellen oft zusätzlich die Haut geschädigt.

Zudem können Ödeme ein starkes Spannungsgefühl auslösen.


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